Fachbereich Blasinstrumente und Schlagzeug
Holzblasinstrumente
| Angebote: | Querflöte, Oboe, Klarinette, Saxophon und Fagott |
Querflöte
Schon Friedrich der Große spielte sie leidenschaftlich gern, die Querflöte. Der Flötist und Komponist Johann Joachim Quanz war sein Lehrer und schrieb eine der ersten Flötenschulen, den "Versuch einer Anleitung die Flöte traversiere zu spielen". Damals war die Querflöte aus Holz und hieß "flûte traversière". Um 1847 entstand die Querflöte in der heutigen Form und zählt immer noch zu der Familie der Holzbläser. Der Tonumfang beträgt fast dreieinhalb Oktaven: c' (gelegentlich h) - e''''. Wenn der Schüler oder die Schülerin die Flöte bequem halten kann, ohne zu verkrampfen, kann der Unterricht auf der Querflöte beginnen. Je nach Größe des Kindes kann mit ca. 9 Jahren angefangen werden. Bei großem Wunsch des Kindes, Querflöte zu lernen, ist der Unterricht auch schon früher möglich. Der Unterricht beginnt dann auf kleinen Flöten oder einer gebogenen Querflöte. Auch der Unterricht auf der Blockflöte kann dem Querflötenunterricht vorausgehen.
Oboe
Die Oboe vertritt, neben der Flöte, den Sopran unter den Holzblasinstrumenten. Ihr Tonumfang reicht vom b bis zum g'''. Das aus Oberstück, Unterstück und Becher bestehende Rohr hat eine konische Bohrung. Als Anblasvorrichtung dient ein Doppelrohrblatt, wie es, wenn auch etwas größer, das Fagott hat. Entstanden ist das Instrument ca. 1570 in Frankreich.
In der heutigen sinfonischen wie in der Kammermusik, aber auch in der Blasmusik kann man heute auf den zarten und leicht durchdringenden Klang der Oboe nicht verzichten. Man unterscheidet zwischen vollautomatischen und halbautomatischen (Conservatoire) Mechaniksystem der modernen Oboe. Beide Ausführungen werden an der Musikschule Kleinmachnow unterrichtet.
Begonnen werden kann mit dem Unterricht mit 10 Jahren. Für den Einstieg stehen auch Leihinstrumente zur Verfügung.
Klarinette
Die Klarinette ist das Holzblasinstrument mit dem größten Tonumfang. Wegen ihrer speziellen Bauform und ihrer daraus resultierenden Eigenschaft nicht in die Oktave sondern die Duodezime (Oktave+Quinte) zu überblasen ergibt sich der mögliche
Tonumfang von über 3 1/2 Oktaven. Entstanden ist das Instrument aus seinen Vorgängern um ca. 1700. Seine heutige Bauform mit meist über 20 Klappen stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Unterrichtet wird an unserer Musikschule hauptsächlich das Deutsche Griffsystem (Oehler-System), hier sind auch Leihinstrumente vorhanden. In Kleinmachnow ist auch Unterricht auf Instrumenten mit Boehmsystem (Französisches System) möglich. Begonnen werden kann mit dem Unterricht frühestens in der 3. Klasse, je nach Körpergröße dann auch auf kleineren Instrumenten (C-Klarinette). Zur Familie der Klarinetten gehören außerdem die hohe Es-Klarinette, die Bassklarinette in B-Stimmung sowie die Alt-Klarinette in Es (bzw. im Deutschen System das Bassetthorn in F). Vorkenntnisse durch Blockflötenunterricht sind von Vorteil.
Saxophon
Das Saxophon ist das Jüngste der Holzblasintrumente. Es wurde um 1840 vom belgischen
Instrumentenbauer Adolphe Sax erfunden und wurde seitdem technisch nicht grundlegend verändert. Die Tonerzeugung ähnelt der Klarinette, weshalb das ansonsten aus Metall bestehende Instrument zur Holzbläserfamilie zählt. Mit acht unterschiedlichen Instrumentengrößen stellt es die reichhaltigste Blasinstrumentenfamilie dar. Die wichtigsten Typen sind das Altsaxophon (in Es), auf dem meistens der Unterricht begonnen wird, sowie das Tenorsaxophon (in B), das Baritonsaxophon (in Es) und das Sopransaxophon (in B). Begonnen werden kann mit dem Unterricht in der 5. Klasse, selten früher. Auch hier sind Vorkenntnisse durch die Blockflöte von Vorteil
Fagott
Das Fagott ist ein Doppelrohrblatt-Instrument. Es ist das Bassinstrument in der Holzbläsergruppe. Sein Tonumfang beträgt 3 1/2 Oktaven.
Die Ausdrucksskale seiner Klangfarbe reicht von heiteren, bisweilen grotesken bis zu schwermütigen und klagenden Tönungen. Das Fagott, aus dem Dulzian und dem Barockfagott hervorgegangen, erfuhr seine entscheidenden Vervollkommnungen zu Beginn des
19. Jahrhunderts durch die Instrumentenbauer Karl Almenräder und Johann Adam Heckel.Es wird im Sinfonie- und Blasorchester, in der Kammermusik und als Soloinstrument eingesetzt.
Mit zehn oder elf Jahren, je nach körperlicher Entwicklung, kann mit dem Fagottunterricht begonnen werden, wobei durch Kreuztragegurte und Balancehalterungen die Belastungen für den jugendlichen Organismus deutlich minimiert werden. Die musikalischen Grundkenntnisse sollten aber in jedem Fall zuvor auf einem weniger aufwändigen Instrument (z.B. Blockflöte) erworben werden.
| Anmeldung: | jederzeit möglich; hier erhalten Sie ein Anmeldeformular als pdf-Datei |
| Kosten: | richten sich nach Unterrichtsform und -dauer, die Entgeltordnung finden Sie hier |
| Mietinstrumente: | 8,00 EUR monatlich |
| Kontakt: | Weitere Informationen erhalten Sie beim Fachbereichsleiter Martin Aust oder wenden Sie sich an die Geschäftsstellen der Musikschule. |